Allgemeines

Transnationale Literaturwissenschaft studieren

Transnationalität ist nicht nur, aber insbesondere seit der Phase der beschleunigten Globalisierung ein zentrales Phänomen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Darüber hinaus ist Transnationalität wichtiges Paradigma aktueller Gegenwartskunst und artikuliert sich thematisch in literarischen, dramatischen oder filmischen Texten: Migration und Grenzen, Diaspora und Exil, Identität und Geschichte, Reise und Unterwegssein sind transnationale Thematiken par excellence. Sie werden im Rahmen des Masterstudiums TnL besonders fokussiert.

Unser Entwurf einer transnational fokussierten Literaturwissenschaft greift das im Präfix „trans“ sich artikulierende Moment von Bewegung, Überschreitung und Dynamik auf und macht es in die verschiedensten Richtungen fruchtbar. So arbeiten wir im Sinne von Intermedialität sowie der Komplementarität wissenschaftlich-textzentrierter sowie praktischer, performativ-künstlerischer Reflexion über Transnationalität in Literatur, Theater und Film. In diesem Sinne beanspruchen wir nicht den Status einer spezifischen Disziplin und verstehen Transnationalität auch nicht lediglich als die Summe verschiedener nationaler Literatur-, Theater- oder Filmgeschichten bzw. deren Disziplinen.

Was bedeutet das konkret für Ihr Studium des Master TnL?

In unseren Praxismodulen erwerben sie vertiefte Kompetenz in verschiedenen Fremdsprachen. Eigene Aktivitäten in Theater oder Film verschaffen Ihnen im performativ-künstlerischen Modus Einblicke in transnational verfasste Lebenswelten. Der Master TnL kooperiert mit der französischen und der englischen Theatergruppe des Fachbereichs für Sprach- und Literaturwissenschaften sowie mit dem Zentrum für Performance Studies / Theater der Versammlung. Hier versuchen Sie sich als Schauspielende oder arbeiten im Bereich Dramaturgie oder Regie. In den Filmpraxis-Kursen produzieren Sie einen dokumentarischen Kurzfilm zum Themenfeld der Transnationalität.

Postkolonialität, Hybridisierungs- und Kreolisierungsprozesse sowie Weltliteratur, Intertextualität und Intermedialität, Übersetzen und Übersetzung, Fragen von Kanon – dies sind nur einige der theoretischen Gegenstände, mit denen Sie sich im Lauf Ihres Masterstudiums TnL befassen. Hybriden Mustern und dynamischen Prozessen zwischen, aber auch in den nationalen Literaturen sowie Kinos gilt die besondere Aufmerksamkeit dieses Masterprogramms. Über Kooperationen mit am Fachbereich 10 angesiedelten Forschungsinstituten wie INPUTS, IfKuD oder dem Institut Ibero-Amerika garantieren wir eine enge Verzahnung von Lehre und Forschung. Es bestehen vielfältige internationale Kooperationen, die kontinuierlich ausgebaut werden.

Der erfolgreiche Studienabschluss eröffnet u.a. folgende fachwissenschaftliche Tätigkeitsfelder:

  • Wissenschaft und Forschung im Feld Geistes- und Kulturwissenschaft
  • Verlagswesen
  • Theater
  • Film
  • Internationales Kulturmanagement
  • Wissenschaftsadministration
  • NROs

Der Abschluss berechtigt zur Aufnahme einer Promotion.

Zielgruppe/Adressaten

  • AbsolventInnen neuphilologischer BAs bzw. gleichwertige Qualifikation
  • AbsolventInnen kulturwissenschaftlicher BAs
  • AbsolventInnen theater- oder filmwissenschaftlicher BAs

Dauer

  • 4 Semester (120 CP)
  • Auslandssemester nicht obligatorisch, aber dringend empfohlen und anrechenbar

Besonderheiten

  • Die Schwerpunktbildung in Literatur, Theater oder Film, die durch das Studium entsprechender Profil- und Praxismodule erreicht wird
  • Intensive praxisorientierte Ausbildung in den Praxismodulen Sprache und Theater/Film (z.B. Theaterarbeit; Inszenierungen; Filmproduktion; Drehbuchschreiben; Sprachpraxis)