Profile / Praxis

Eine Profilbildung erfolgt in erster Linie durch die Kombination von Praxis- und  Profilmodulen aus dem Bereich der gewünschten Profilierung. Im Folgenden werden die Profil-Varianten, die dazugehörigen verpflichtenden Module bzw. Lehrveranstaltungen und Kooperationspartner vorgestellt.

Profil Literatur

Das Profil Literatur setzt sich zusammen aus 12 CP aus dem Profilmodul Literatur sowie einer literaturrelevanten Schwerpunktsetzung durch Anwahl entsprechender Veranstaltungen aus den folgenden Modulen:

  • Profilmodul Literatur: Für Studierende, die keinen literaturwissenschaftlichen B.A. studiert haben, wird das Absolvieren eines methodologisch-theoretischen den Lehrprogrammen der philologischen B.A.-Studiengänge dringend empfohlen. Die Studiengangsleitung des TnL bietet dazu eine Beratung an, die spätestens in der ersten Veranstaltungswoche des WS stattfindet.
  • Vertiefungsmodul: Hier muss eine die Literatur betreffende Thematik gewählt werden.
  • Praxismodul: In Frage kommen hier frei wählbare sprachpraktische Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der B.A.-Studiengänge sowie aus dem des FZHB. Befreiungen von den Kosten sind auf Antrag hin möglich. Je nach Angebot sind auch literaturrelevante LV, z.B. Drehbuchschreiben, creative writing) möglich sowie Angebote aus dem
  • Schlüsselqualifikationenmodul: Praktika im Bereich Literatur, z.B. Literaturhaus Bremen, Festival globale°.

Beispiele für studentische Praxisarbeiten aus dem Bereich Literatur finden Sie hier.

Profil Theater

Innerhalb des Profils Theater ist sowohl eine klassische Masterthesis zu einer das Theater bzw. Performativität betreffenden wissenschaftlichen Fragestellung, als auch auf einen formlosen Antrag an den Prüfungsausschuss des Studiengangs hin, eine theaterpraktische Arbeit möglich. Grundlage für die Bewertung der theaterpraktischen Prüfungsleistung ist nicht deren künstlerische Dimension, sondern eine schriftliche Thesis, die die einzelnen Phasen und Schritte sowie grundlegende Entscheidungen bezüglich Inhalt oder Form kritisch aufbereitet und reflektiert. Wird eine theaterpraktische Thesis angestrebt, ist Folgendes zu beachten: Alle 18 CP aus den Praxismodulen müssen aus dem Bereich der Theaterpraxis stammen. Von den 2 zu absolvierenden Profilmodulen muss eines das Profilmodul Theater sein (12 CP). Die noch  verbleibenden 12 CP aus den Profilmodulen können im Profilmodul Literatur oder Film erbracht werden.

Folgende Schritte sind vorgegeben:

  • Beratung zu Beginn des Studiums durch die Studiengangsleitung
  • sowie durch unseren Kooperationspartner, das Zentrum für Performance Studies (ZPerfSt). Durch den besonderen Zuschnitt seiner Kurse verfolgt dieses den Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Kunst mit Blick auf das Theater und verfügt mit dem Theater der Versammlung (TdV) über ein eigenes Theater.
  • Studium eines spezifischen Theater-Curriculums in Form der Veranstaltungen des ZPerfSt.

Das Zentrum für Performance Studies setzt sich mit folgenden Aspekten auseinander:

  • Grenzüberschreitende Inszenierungs-, Denk- und Spielweisen
  • Dramaturgische Verfahren zur Neuverhandlung von Gewohntem und Fremdem im Theater und über theatrale und performative Prozesse

und stellt sich die Fragen:

  • Was passiert, wenn die Sprache der Wissenschaften auf die Sprache der performativen Künste trifft?
  • Welche Zusammenhänge können hergestellt werden, um Menschen, die gewohnt sind über Sachverhalte nachzudenken, durch künstlerische Strategien in ungewohnte Sachverhalte zu verstricken, über die sie anschließend neu wieder nachdenken?
  • Welche neuen Formen der öffentlichen Inszenierung, Darstellung und Versammlung laden dazu ein, sich auf die Produktivität der Fremdheit im Umgang mit Gegenständen und Situationen, mit Anderen und mit sich selbst einzulassen?

Wird keine praxisbezogene Thesis angestrebt, können die Praxis- und Profilmodule aus allen im Veranstaltungsverzeichnis der Transnationalen Literaturwissenschaft ausgewiesenen Veranstaltungen zusammengestellt werden, wie sie u.a. folgende weiteren Theatergruppierungen bieten:

  • Theatergruppe des Studiengans Frankoromanistik
  • Theatergruppe des Studiengangs Englisch Speaking Cultures – The Parlament of foules

Profil Film

Das Profil Film setzt sich zusammen aus 18 CP aus den Praxismodulen Film plus 12 CP aus dem Profilmodul Film. Es  kann sowohl mit einer filmpraxisbezogenen Thesis als auch mit einer genuin filmwissenschaftlichen Thesis abgeschlossen werden. Voraussetzung für die vertikale Profilierung im Bereich Film ist im Sommersemester der Besuch der Lehrveranstaltung „Theorien und Methoden der transnationalen Filmanalyse“. Dieses Seminar vertieft die im Rahmen des Grundmoduls „Einführung in die transnationale Literaturwissenschaft“ einführend vermittelten theoretischen und methodologischen Kenntnisse der Filmanalyse an exemplarischen Fragen. Neben dieser Veranstaltung werden im Bereich Profilmodul Film auch andere thematisch variable Perspektiven auf das Genre Film eröffnet.

Im Praxismodul Film wird regelmässig eine Veranstaltung angeboten, in der über einen Zeitraum von 2 Semestern ein dokumentarischer Kurzfilm produziert und mit insgesamt 18 CP (6 + 12) honoriert wird. Bestandteile dieses Angebots sind neben der Vermittlung von Grundkenntnissen im Bereich Filmtechnik (Einführung in Kamera, Ton und Schnitt) auch Themenfindung, Recherche, Skript- und Exposéerstellung. Grundlage für die Bewertung der Modulprüfung ist nicht die künstlerische Dimension des in Teamarbeit produzierten Kurzfilms, sondern eine individuell verfasste schriftliche Arbeit (Treatment), die die einzelnen Phasen und Schritte sowie grundlegende Entscheidungen bezüglich Inhalt oder Form kritisch aufbereitet und reflektiert sowie den Transfer von theoretischen Fragestellungen aus dem Feld der Transnationalität in die dokumentarfilmische Arbeit leistet.

Nach diesem Muster ist auf Rücksprache mit der Studiengangsleitung und Antrag an den Prüfungsausschuss TnL auch eine filmpraktische Master-Thesis möglich.

Weitere Veranstaltungen zur Filmpraxis (z.B. Drehbuchschreiben) werden unregelmäßig, da unter Vorbehalt der Finanzierung, angeboten.

Beispiele für studentische Praxisarbeiten aus dem Bereich Film finden Sie hier.